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Hilfe – ich bin beziehungsunfähig!?

Bist du das wirklich? Oder spricht da einfach die Angst in dir?

Ich erlebe es immer wieder, dass mir Menschen die schon lange Single sind oder nach einer gescheiterten Beziehung frustriert da sitzen sagen, dann soll es halt für mich nicht sein, ich bin beziehungsunfähig! Doch ist das wirklich so? Kann ein menschliches Wesen effektiv beziehungsunfähig sein? Was genau steckt da dahinter?

Ich habe mich auf die Suche nach Antworten und Erklärungen gemacht. Aus meinen eigenen Erfahrungen und durch die Arbeit mit Klientinnen ergeben sich drei Schwerpunkte wo das Thema herkommt, welche ich hier kurz und knackig vorstellen möchte (das Thema ist natürlich viel grösser und hat so viele Facetten!):

Deine Kindheit

Die Art und Weise wie du aufgewachsen bist und was du da alles erlebt hast, hat einen massiven Einfluss auf deine Beziehungsfähigkeit. Ich möchte zwei Beispiele darstellen:
Ein Mädchen welches von seinen Eltern, ganz speziell von seinem Vater, ganz wenig Aufmerksamkeit bekommen hat, sucht sich diese Aufmerksamkeit später bei einem Mann. Sie sucht in ihrem Partner das, was sie von ihrem Vater nie bekommen hat. Das kleine Kind in ihr hat eine tiefe Angst nicht gesehen zu werden und macht alles damit ein Mann sie sieht, meistens verbiegt sie sich komplett.
Ein Junge welcher von seiner Mutter wie einen Prinzen behandelt wurde, der schon fast die Rolle des meist abwesenden Vater einnehmen musste, leidet vielfach unter Bindungsangst und zuviel Nähe. Dies aus dem Grund, weil er früher den falschen Platz im Familiensystem hatte und er sich um seine Freiheit und Freiräume fürchtet, weil in seinem System gespeichert ist, zuviel Nähe gleich unfrei gleich Flucht / Unwohlsein.

Wenn zwei unbewussten Menschen aufeinander treffen, zieht sich die Frau immer einen Mann an (oder auch umgekehrt natürlich 😉 ) welche ihr ihre eigenen Schattenthemen spiegelt. Geht diese Beziehung auseinander und bleiben die Themen unverarbeitet, dann ziehst diese Frau meistens in der nächsten Partnerschaft genau den gleichen Typ Mann an, einfach anders verpackt. Scheinbar ist anfangs ist alles Anders, doch wenn du ehrlich bist, endet es Meistens ähnlich oder gleich. Erst wenn die drunterliegenden Muster aufgelöst werden, kann diese Frau einen anderen Mann anziehen.

Die Beziehung deiner Eltern

Die Art der Beziehung die dir deine Eltern vorgelebt haben, dass ist das Model was du als Kind mitbekommen hast. Es gibt ja unzählige Formen wie eine Beziehung zwischen zwei Liebenden gelebt werden kann, dies ist eine Sache der Absprache der beiden Personen. Damit dies aber frei bestimmt werden kann, ist es wichtig, dass sich Beide bewusst sind, welches Model sie von zuhause mitgenommen haben und wie es noch in ihnen verankert ist. Welches Rollenbild hattest du als Mutter? Welche Rolle hatte dein Vater? Gibt es Gedanken in dir, die z.B. sagen, ich will nie so eine Beziehung wie meine Eltern? Dieses nie ist dann so stark, dass du dir ganz sicher genau so einen Mann anziehst und wenn du nicht aufpasst, genau dort landest wie z.B. deine Mutter.

Deine eigenen Erfahrungen

Aufgrund den Erfahrungen die du selbst gemacht hast, entsteht in dir ein weiteres Bild was Beziehungen für dich sind. Wenn du mehrheitlich sog. schlechte Erfahrungen gemacht hast (ich selbst nenne es Lernfelder), hast du dir ja sicher auch eine Meinung gebildet und bist jetzt vielleicht genau beim Punkt “Beziehungsunfähigkeit” angekommen. Kannst du dir vorstellen, dass du schlicht und einfach die Punkte 1 und 2 übernommen und gelebt hast? Dass du bis jetzt gar keine Chance gehabt hast, genau die Partnerschaft zu kreieren die du gerne hättest? Oder hast du bereits ein Vorbild? Kennst du jemanden in deinem Umfeld, der genau die Partnerschaft oder Ehe lebt die du auch gerne hättest?

Wie kommst du jetzt dahin?

Diese Frage hast du dir allenfalls gerade gestellt. Erstens möchte ich dir sagen, dass ich es total toll finde, dass du dich mit dem Thema auseinandersetzt. Denn aus meiner Sicht gibt es nichts schöneres als das Leben mit einem wundervollen Menschen an deiner Seite zu teilen. Und weisst du was? Es gibt solche Menschen da draussen, ich weiss es! Was ist nun dein Beitrag? Als Erstes darfst du dir bewusst werden, welche Erlebnisse du in deiner Kindheit hattest, wie du aufgewachsen bist und was du da alles erlebst hast, was dir heute nicht mehr dient. Bitte, klage dafür nicht deine Eltern an, diese haben jederzeit das Beste gemacht was sie in diesem Moment konnten. Übernimm Verantwortung für dein inneres Kind und mache dich auf Entdeckungsreise. Dann schau dir die Ehe deiner Eltern an, wie haben diese gelebt? Wie war das für dich? Was hast du da übernommen und was hast du kategorisch abgelehnt?

Wenn du bereit bist, mutig da hinzuschauen und da aufzuräumen, dich diesen Gefühlen bewusst zu werden, welche da in der unverarbeitet sind und wenn du dann noch für dich definierst, wie du eine Partnerschaft gerne leben möchtest, dann wirst du auch genau den Mann anziehen der mit dir diese Vision teilst.

Kommt da einiges hoch? Erkennst du dich? Dann lass mich dich unterstützen, zu zweit geht es schneller und wir finden deine Triggerpunkte.

Auf viele glückliche Partnerschaften 🙂

 

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